Nachbarschaftsgarten am alten Bahnhof
Ein gemeinschaftlicher Garten schafft Begegnung, Artenvielfalt und neue Aufenthaltsqualität im Ortskern.
Auf der brachliegenden Fläche am alten Bahnhof wollen wir mit den Nachbarinnen und Nachbarn einen offenen Gemeinschaftsgarten anlegen. Geplant sind zwölf Hochbeete, eine Blühwiese mit heimischen Stauden, ein kleiner Sitzplatz aus wiederverwendeten Bahnschwellen und ein Schneckenzaun-Kindergartenbeet für die Kita gegenüber. Die Fläche gehört der Stadt und wird uns kostenfrei zur Zwischennutzung überlassen. Zwanzig Haushalte aus dem Viertel haben bereits ihre Mitwirkung zugesagt, darunter drei Familien mit Gartenerfahrung und ein pensionierter Landschaftsgärtner, der die fachliche Anleitung übernimmt. An zwei festen Gartentagen pro Woche treffen sich alle Interessierten; einmal im Monat gibt es ein offenes Gartenfrühstück. Der Garten soll ein sichtbarer Treffpunkt werden, an dem Menschen aus unterschiedlichen Generationen und Biografien etwas Gemeinsames wachsen lassen.
Projektziele
- Aus einer Brachfläche einen lebendigen, niedrigschwelligen Begegnungsort für den Ortskern schaffen.
- Mindestens 30 Personen aus dem Quartier dauerhaft an gemeinschaftlicher Gartenarbeit beteiligen.
- Die Artenvielfalt auf der Fläche durch Blühwiese, Staudenbeete und Nisthilfen spürbar erhöhen.
- Mit offenen Gartentagen und saisonalen Festen neue Nachbarschaftskontakte ermöglichen und den Gemeinschaftssinn stärken.
- Ein tragfähiges Patenmodell etablieren, das den Garten über das Förderjahr hinaus sichert.
Strukturwandel und Nachhaltigkeit
Der Garten verwandelt eine ungenutzte Industriebrache in einen grünen Ort mitten im Quartier und zeigt damit ganz praktisch, wie der Strukturwandel im Revier aussehen kann: aus Altstandorten werden neue, lebenswerte Orte. Ökologisch tragen Blühwiese, insektenfreundliche Stauden und der Verzicht auf Torf und Pestizide zu Artenvielfalt und Klimaanpassung bei; die versiegelte Fläche bleibt unberührt. Sozial stärkt das gemeinsame Gärtnern Zusammenhalt und Engagement im Stadtteil, wirtschaftlich lernen die Beteiligten Selbstversorgung und Ressourcenschonung. Baumaterialien wie Bahnschwellen und Ziegel werden wiederverwendet. Der Garten ist bewusst niedrigschwellig: ohne Mitgliedschaft, ohne Kosten, mit Angeboten für Kinder und ältere Menschen – ein Modell, das andere Orte leicht übernehmen können.
Region: Düren
Preisstufe: 10000 EUR
Themen: Naturschutz,Dorfentwicklung,Klimaanpassung